Bauleiter-Glossar

Fachbegriffe aus dem Versorgungs-Tiefbau

Vom Aushub bis zum Spleißen, von HP+ bis DVGW G 469 — 48 Begriffe, die Bauleiter, Polier und Prüfer im deutschen Versorgungs- und Tiefbau täglich verwenden. Mit Norm-Verweisen, verwandten Begriffen und Sprung-Links in die zugehörige Lösung.

48 Begriffe · 9 Cluster · Schema.org DefinedTermSet

Begriffe nach Gewerk

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GLASFASER

Glasfaser & FTTH

14 Begriffe in diesem Cluster

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FTTH — Fiber To The Home

FTTH steht für „Fiber To The Home" und bezeichnet den Glasfaserausbau bis in die Wohnung des Endkunden. Im Gegensatz zu FTTC (Curb) oder FTTB (Building) endet die Faser nicht im Verteilerkasten am Straßenrand oder im Hauskeller, sondern direkt an der Wohnungs-Anschlussdose (OTO). Damit ist FTTH die einzige Ausbauform, die echte Gigabit-Geschwindigkeiten im Up- und Download dauerhaft liefert. In Deutschland wird FTTH überwiegend als P2MP-Netz mit GPON oder XGS-PON betrieben. Pro Hausanschluss durchlaufen die Adressen die typische Prozesskette: Hausbegehung, Tiefbau, Hausanschluss-Trasse, NVT-Dokumentation, Einblasen und Spleißen. Smartbaupro bildet diese Kette als blockierende Pflicht-Reihenfolge ab — keine Adresse springt einen Schritt.

Glasfaser-Software ansehen

HP+ — Homes Passed Plus

HP+ bezeichnet eine projektbezogene Bauweise im Glasfaserausbau. Im aktuellen Standard-HP+-Profil wird das am Verband auskonnektierte Leerrohr bis etwa 10 cm vor die Grundstücksgrenze geführt — nicht ins Haus. Abweichende Betreiber- oder Projektvorgaben werden in einem eigenen Profil festgelegt. DSGVO-Pflicht: Adressen ohne aktive Kundenzustimmung dürfen niemals angerufen, eingeblasen oder gespleißt werden. Smartbaupro sperrt Einblasen und Spleißen technisch, solange der Kundenstatus nicht auf „zugestimmt" steht. Die Auskonnektierung als Tiefbau-Abzweig bleibt davon fachlich getrennt.

HP+-Schutz im Detail

NVT — Netzverteiler / Netzverteilerschrank

Der NVT (Netzverteiler) ist der zentrale Verteilerschrank im Glasfasernetz, in dem das Trunk-Kabel auf die einzelnen Hausanschluss-Stränge aufgeteilt wird. Im klassischen P2MP-Netz sitzen hier die Splitter (1:8, 1:16, 1:32 oder 1:64), bei P2P-Netzen nur Spleißkassetten. Pro NVT werden typisch 32 bis 144 Hausanschlüsse versorgt. Smartbaupro pflegt pro NVT eine vollständige Doku: Standort, Verbandszuordnung (welche Adressen hängen dran), Faserfarben-Belegung (DIN-Standard rot, grün, blau, gelb, weiß, grau, braun, violett, türkis, schwarz, orange, rosa) und alle Pflichtfotos. Der NVT muss „stehen" und vollständig dokumentiert sein, bevor die Freigabe-Engine das Einblasen erlaubt.

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HÜP — Hausübergabepunkt

Der HÜP (Hausübergabepunkt, manchmal auch HÜK) ist die Demarkationsgrenze zwischen Netzbetreiber-Netz und Hausinstallation. Hier endet die Verantwortung des Netzbetreibers — alles davor (Trasse, NVT, Hauseinführung) ist Netz-Seite, alles dahinter (Steigleitung, Wohnungs-Anschlussdose, In-House-Verkabelung) ist Sache des Eigentümers oder des Endkunden. Üblicherweise sitzt der HÜP im Keller, im Hausanschlussraum oder in einem geschützten Außenwand-Gehäuse. Im Smartbaupro-Workflow ist der HÜP der Übergabe-Anker zwischen Tiefbau-/Hausanschluss-Doku und dem späteren kompletten Anschluss der Wohnung. Beim Kunden-Hausanschluss wird das Leerrohr bis zum HÜP verlegt; im Standard-HP+-Bau endet es zunächst etwa 10 cm vor der Grundstücksgrenze. Die Faser wird erst eingeblasen, wenn der Bewohner einen Vertrag unterschreibt — vorher bleibt der Punkt unberührt.

Hausanschluss-Workflow ansehen

APL — Abschlusspunkt Liniennetz

Der APL (Abschlusspunkt Liniennetz) ist im Telekommunikations-Anschlussbereich der definierte Punkt, an dem das öffentliche Netz endet. Bei der klassischen Kupfertechnik war das der „erste Anschluss" im Hauskeller; bei FTTH wird der Begriff teils synonym zum HÜP verwendet, teils als der ältere Kupfer-Endpunkt abgegrenzt. Wichtig für Bauleiter: bei Mischbau (Kupfer-Bestand plus neuer Glasfaser) muss klar dokumentiert werden, ob der APL erhalten bleibt, umgezogen oder durch einen neuen HÜP ersetzt wird. Smartbaupro hält die Position und den Status (Bestand, neu, umgezogen, stillgelegt) pro Adresse fest und verknüpft den Eintrag mit dem Pflichtfoto vom Hausanschlussraum. Damit ist im späteren Audit klar nachvollziehbar, welche Anschluss-Generation an welcher Adresse aktiv ist.

Verwandt

Mehr zur Glasfaser-Doku

Spleißen — Faserverbindung mit Lichtbogen

Spleißen ist das dauerhafte Verbinden der vorgesehenen Glasfasern zweier Kabel oder einer Kabel-Faser mit einem Pigtail beziehungsweise einer Anschlussfaser. Dafür wird die Beschichtung entfernt, die Faser gereinigt, präzise gebrochen, im Fusionsspleißgerät exakt ausgerichtet und mit einem Lichtbogen verschmolzen. Die Spleißstelle wird anschließend geschützt, nach Spleißplan eindeutig zugeordnet und fachgerecht in einer Spleißkassette oder Spleißbox abgelegt. Spleißarbeiten können unter anderem im NVT, in einer Muffe oder am Gebäudeabschluss stattfinden. Messung, Dokumentation, Abnahme, Provisionierung und Aktivierung sind getrennte Arbeitsschritte beziehungsweise Zustände.

Spleiß-Doku in Smartbaupro

Einblasen — Glasfaserkabel ins Leerrohr einblasen

Beim Einblasen wird das Glasfaserkabel einschließlich der darin enthaltenen Glasfasern mit einem Einblasgerät und Druckluft in das dafür vorgesehene und geprüfte Leerrohr eingeblasen. Smartbaupro dokumentiert unter anderem Start- und Endpunkt, eingeblasene Länge, ausführende Person, Datum und Leerrohr-Zuordnung. Einblasen ist nur nach der fachlichen Freigabe und bei aktiv zugestimmtem Kundenstatus erlaubt; die HP- oder HP+-Bauweise allein entscheidet darüber nicht.

Einblas-Workflow ansehen

Mikrorohr — Leerrohr für Einblasen

Das Mikrorohr ist das dünne Kunststoff-Leerrohr (typisch 7/3,5 mm, 10/6 mm oder 12/8 mm Außen-/Innendurchmesser), in das die Glasfaser später eingeblasen wird. Mikrorohre werden zu Mikrorohr-Verbänden gebündelt — ein Verband mit 24 Mikrorohren kann 24 unabhängige Hausanschlüsse versorgen. Verbindungen entstehen über Mikrorohr-Kupplungen (Push-In), Abzweige über T-Stücke. Die DIN-Farben unterscheiden Verbände voneinander (z.B. rot für Verband A, grün für Verband B). Smartbaupro hält pro Trassenabschnitt fest, welcher Verband mit welcher Farbe liegt und welche Mikrorohre noch frei sind — damit beim Einblasen niemand das falsche Rohr nimmt.

Mikrorohr-Verbände ansehen
DIN EN 61280-4-2

OTDR — Optical Time Domain Reflectometer

Das OTDR (Optical Time Domain Reflectometer) ist das Messgerät der Wahl für Glasfaser-Dämpfungsmessungen nach DIN EN 61280-4-2. Es sendet einen Lichtimpuls in die Faser und misst die Rückstreuung (Rayleigh-Streuung) sowie Reflexionen an Verbindungsstellen. Aus der Laufzeit lässt sich präzise lokalisieren, wo eine Spleißung, ein Stecker oder ein Faserbruch sitzt — mit Genauigkeit im Sub-Meter-Bereich. Das OTDR-Protokoll (typisch im SOR-Format) zeigt für jede Spleißung die Dämpfung in dB; Werte unter 0,1 dB gelten als guter Spleiß. Smartbaupro verknüpft das OTDR-Protokoll mit der Spleiß-Position, sodass im Schadensfall sofort klar ist, welche Naht problematisch ist und wer sie gemacht hat.

OTDR-Anbindung ansehen

Trunk-Kabel — Hauptkabel mit allen Fasern

Das Trunk-Kabel ist das Hauptkabel zwischen Zentrale (POP, Point of Presence) und Netzverteiler. Es führt typisch 48, 96, 144 oder 288 Fasern, gebündelt in Bündeladern mit DIN-Farbcode (12 Faserfarben rot, grün, blau, gelb, weiß, grau, braun, violett, türkis, schwarz, orange, rosa). Im NVT wird das Trunk-Kabel auf die einzelnen Stränge zu den Hausanschlüssen aufgeteilt — entweder über passive Splitter (P2MP) oder über direkte Spleißungen (P2P). Im Smartbaupro-NVT-Modul ist hinterlegt, welche Trunk-Faser an welche Spleißkassette und welche Hausanschluss-Adresse geht. Die Dokumentation ist Pflicht: ohne korrekt gepflegtes Trunk-Faser-Mapping ist kein Spleißen freigegeben und kein OTDR-Test plausibel auswertbar.

Glasfaser-Plattform

PON-Plan — Passive Optical Network

Der PON-Plan (Passive Optical Network) dokumentiert, welche Faser im NVT auf welchen Splitter-Port geht und an welcher Wohnungs-Adresse sie endet. PON ist die Standard-Technik im deutschen FTTH-Ausbau: ein Splitter (z.B. 1:32) verteilt das Signal einer einzelnen Trunk-Faser auf 32 Endkunden. Splitter sind passive Bauteile — keine Stromversorgung nötig. Smartbaupro hält den PON-Plan pro NVT als Tabelle: Trunk-Port → Splitter-Eingang → Splitter-Port → Hausanschluss-Faser. Gebiets-/netzbetreiberabhängige Sonderregel: in manchen NVTs wird immer Rot 1-12 gespleißt, ohne klassischen PON-Plan. Der PON-Plan ist zwingend dokumentiert, bevor die Einblas-Freigabe greift.

NVT-Plan im Detail

Spleißbox — im Haus

Die Spleißbox ist die Spleiß-Aufnahme im Haus — typisch ein kompaktes Gehäuse am HÜP oder direkt unter der Hauseinführung, das die Faser aus dem Mikrorohr aufnimmt, spleißt und auf die Wohnungs-Anschlussdose (OTO) weiterführt. In der Spleißbox sitzen Spleißkassetten mit Schutzhülsen für jede Spleißung. Wichtige Abgrenzung: Spleißbox steht IM Haus, Spleißkassette sitzt IM NVT (bzw. ist Teil der NVT-Doku). Im Smartbaupro-Modell sind Spleißboxen pro Hausanschluss-Adresse erfasst, Spleißkassetten als Teil der NVT-Doku gepflegt — beides hat eigene Pflichtfotos und Spleißprotokoll-Anker. Diese saubere Trennung verhindert das häufige Vermischen der Begriffe im Bauakten-Audit.

Spleiß-Doku ansehen

Spleißkassette — im NVT

Die Spleißkassette ist die Schutzaufnahme für Spleißungen im NVT (im Unterschied zur Spleißbox im Haus). Pro Kassette werden typisch 12 oder 24 Fasern gespleißt und mit Schrumpfschläuchen gesichert. Die Kassetten sind beschriftet und nach Faser-Zielen sortiert (z.B. Kassette 1 = Hausanschlüsse 1-12 in Straße X). Im Smartbaupro-NVT-Modul werden Kassetten samt Faserfarben, Spleiß-Datum, Spleißer und optional OTDR-Protokoll dokumentiert — Pflichtfotos zeigen den Innenraum mit allen Schrumpfschläuchen sichtbar. Bei einem Schadensfall an einem Hausanschluss kann der Bauleiter in Sekunden nachvollziehen, welche Kassette betroffen ist und wer die Spleißung ausgeführt hat.

NVT-Doku ansehen

Auskonnektierung — Leerrohr-Abzweig am Verband

„Auskonnektieren" bezeichnet im Glasfaserausbau den Tiefbau-Schritt, bei dem ein Hausanschluss-Leerrohr aus einem Rohrverband abgezweigt und in Richtung Grundstück oder Gebäude weitergeführt wird. Die genaue Ausführung und der Endpunkt richten sich nach dem Betreiber- oder Projektprofil. Smartbaupro dokumentiert die Auskonnektierung in der Tiefbau-Dokumentation mit den vorgeschriebenen Nachweisen. Davon klar getrennt sind das spätere Einblasen des Glasfaserkabels, das Spleißen, die Abnahme, die Provisionierung und die Aktivierung. Nur Adressen mit aktiv zugestimmtem Kundenstatus dürfen zum Einblasen und Spleißen freigegeben werden.

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TIEFBAU

Tiefbau

9 Begriffe in diesem Cluster

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DIN 18134

Plattendruckversuch — Ev1 und Ev2

Der Plattendruckversuch nach DIN 18134 ist die Standardmessung für die Verdichtung von Erdbau-Schichten. Eine kreisrunde Lastplatte (typisch 300 mm Durchmesser) wird stufenweise belastet, die Setzung gemessen und daraus der Verformungsmodul Ev errechnet — beim Erstversuch Ev1, beim Wiederholversuch Ev2. Das Verhältnis Ev2/Ev1 zeigt die Verdichtungsqualität an. Übliche Anforderungen aus RStO 12 und ZTV E-StB: Ev2 ≥ 45 MN/m² für Hinterfüllungen, ≥ 60 MN/m² unter Tragschichten, ≥ 120 MN/m² bei Schwerverkehr. Smartbaupro erfasst Ev1, Ev2, das Verhältnis und das Messdatum, vergleicht gegen die Auftrags-Vorgabe und sperrt die Folgephase, wenn die Werte nicht erreicht sind.

Verdichtungs-Workflow ansehen

Verdichtungsnachweis

Der Verdichtungsnachweis ist der formale Nachweis, dass eine Erdbau-Schicht die geforderten Verdichtungs-Werte erreicht. Geprüft wird in der Regel mit dem Plattendruckversuch nach DIN 18134 (Ev1/Ev2) oder dem dynamischen Lastplattenversuch (Evd nach TP BF-StB B 8.3). Bei Leitungsgräben ist der Verdichtungsnachweis lagenweise zu erbringen — typisch alle 30 cm Schichtdicke, dokumentiert mit Foto und Messprotokoll. Smartbaupro hat den Prüfer-Workflow als blockierenden Schritt: ohne dokumentierten Verdichtungsnachweis darf die nächste Lage nicht eingebaut werden. Bei Nichterfüllung legt die App automatisch einen Nacharbeit-Vorgang an und protokolliert die Re-Prüfung.

Tiefbau-Workflow ansehen
DIN 18300

DIN 18300 — Erdarbeiten (VOB/C)

Die DIN 18300 ist Teil der VOB/C und regelt die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Erdarbeiten. Sie definiert die Bodenklassen (BK1 bis BK7, früher Klasse 1-7), legt Aushubregeln, Hinterfüllung und Verdichtung fest und ist Vertragsgrundlage für jeden Leitungstiefbau in Deutschland. Wichtige Klassifizierungen: BK3 (leicht lösbare Bodenarten wie Sand und Kies), BK4 (mittelschwere Bodenarten wie bindige Böden), BK5 (schwer lösbar, steifer Lehm), BK6 (leicht lösbarer Fels) und BK7 (schwer lösbarer Fels). Die Bodenklasse beeinflusst Aufmaß-Preise, Aushub-Methodik und benötigtes Gerät. Smartbaupro pflegt die Bodenklasse pro Trassenabschnitt, exportiert sie für GAEB-X86-Aufmaße automatisch mit und vergleicht den Ist-Zustand gegen den Auftrag.

Tiefbau nach VOB/C
DIN 4124

DIN 4124 — Verbau und Böschungen

Die DIN 4124 regelt Baugruben und Gräben — Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten und Schutzabstände zu Fremdleitungen. Schlüsselregel: ab 1,25 m Aushubtiefe besteht Verbau-Pflicht oder es muss eine Böschung mit Regelneigung angelegt werden (typisch 45° bei nichtbindigen, 60° bei bindigen Böden, 80° bei steifen bindigen Böden). Der Verbau erfolgt klassisch mit Grabenverbaugeräten (Spundwand, Trägerbohlwand) oder bei kleineren Gräben mit Verbau-Boxen aus Stahl. Smartbaupro erinnert den Polier ab Aushubtiefe größer 1,25 m an die Verbau-Pflicht, verlangt ein Pflichtfoto vom eingesetzten Verbau-System oder der Böschungs-Neigung und sperrt das Verlegen der Leitung, bis der Nachweis vorliegt — eine der häufigsten Unfallursachen ist damit vom Tisch.

Verbau-Workflow ansehen
RStO 12

Bauklasse — RStO 12

Die Bauklasse nach RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen) bestimmt den Schichtenaufbau einer Straße auf Basis der zu erwartenden Verkehrsbelastung. Bauklassen reichen von SV (Schwerstverkehr, z.B. Autobahn) über I/II (Bundesstraße, Hauptverkehrsstraße) bis hin zu VI (Anliegerstraße, Wohngebiet). Pro Bauklasse sind Mindestdicken für Frostschutzschicht, Tragschicht und Deckschicht festgelegt. Auch der geforderte Ev2-Wert auf der Tragschicht hängt von der Bauklasse ab. Smartbaupro hält die Bauklasse pro Trassenabschnitt fest und prüft, ob die dokumentierten Schichtdicken und Verdichtungswerte den Anforderungen entsprechen.

Straßenbau-Software ansehen

GAEB — Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen

GAEB ist der Gemeinsame Ausschuss Elektronik im Bauwesen — er definiert die Standard-Datenformate für den elektronischen Austausch von Bauleistungen zwischen Auftraggeber, Auftragnehmer und Software-Systemen. Die wichtigsten Austauschformate sind X81 (Leistungsverzeichnis, LV), X82 (Kostenanschlag), X83 (Angebot), X84 (Nebenangebot), X86 (Aufmaß) und X89 (Rechnung). Im deutschen Leitungstiefbau ist GAEB-Konformität Standard — Versorger, Stadtwerke und Netzbetreiber erwarten GAEB-konforme LVs und Aufmaß-Exporte und verlangen sie regelmäßig auch in der Ausschreibung. Smartbaupro liest GAEB-X81 als Auftrags-Import und exportiert das Aufmaß als GAEB X86 für die Übergabe an den Versorger — ohne Excel-Zwischenhand.

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Aufmaß — VOB/C

Das Aufmaß ist die mengenmäßige Erfassung der erbrachten Bauleistung nach VOB/C — Grundlage für die Rechnungsstellung und damit für den wirtschaftlichen Erfolg des Auftrags. Pro Position aus dem Leistungsverzeichnis (LV) wird die tatsächlich ausgeführte Menge dokumentiert: Grabenlänge in Meter, Aushub-Volumen in m³, Sandbett in m³, Asphalt-Wiederherstellung in m². Die VOB/C definiert je Gewerk die Aufmaß-Regeln, etwa Über- oder Unterbreiten, Abzüge, Längen-Mess-Punkte und Behandlung von Schächten. Smartbaupro hält Aufmaß-Werte je Trassenabschnitt direkt am Bagger fest, geokoordiniert mit GPS, und exportiert sie als GAEB X86 — kein nachträgliches Aufmaß-Nachholen aus dem Gedächtnis und keine Streitfragen in der Schlussrechnung.

Aufmaß-Erfassung ansehen

Verbau — Grabenverbau und Spundwand

Verbau ist die ingenieurmäßige Sicherung von Baugruben und Gräben gegen Einsturz nach DIN 4124. Verbau-Systeme reichen vom einfachen Holz-Berliner-Verbau (Trägerbohlwand mit Ausfachung) über Verbau-Boxen aus Stahl bis hin zu Spundwänden für tiefere oder grundwasser-relevante Baugruben. Ab 1,25 m Aushubtiefe ist Verbau oder geböschte Aushubwand Pflicht — eine der häufigsten Unfallursachen im Tiefbau ist verbauloser Aushub. Smartbaupro fordert ab dieser Tiefe ein Pflichtfoto vom eingesetzten Verbau-System und verlangt die Angabe des Verbau-Typs (Box, Trägerbohlwand, Spundwand, Hilfsbau) — der Polier kann den Schritt nicht überspringen.

Verbau-Workflow ansehen

Sandbett — Leitungszone

Das Sandbett ist die Auflagerungs- und Umhüllungs-Schicht der Leitung im Graben (auch „Leitungszone"). Üblicherweise 10 bis 30 cm Sand oder Mineralgemisch (Material nach DIN 18196, Bodengruppe SE oder SW), gewaschen, frei von scharfkantigen Bestandteilen und Steinen über 16 mm Korngröße. Das Sandbett schützt die Leitung vor punktuellen Belastungen, verteilt Erdlasten gleichmäßig und verhindert Schäden an Rohrmantel oder Kabel-Außenmantel. Bei Glasfaser-Mikrorohren, Wasserleitungen, Gasleitungen, Stromkabeln und Kanalrohren ist das Sandbett Pflicht. Smartbaupro verlangt ein Pflichtfoto vom Sandbett vor dem Einlegen der Leitung und vom Sand-Überdecken danach — ohne diese Fotos blockt das Verfüllen technisch.

Tiefbau-Pflichtfotos ansehen

WASSER

Wasser

4 Begriffe in diesem Cluster

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TrinkwV

TrinkwV — Trinkwasserverordnung

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist die zentrale Rechtsnorm für die Qualität von Trinkwasser in Deutschland und Umsetzung der EU-Trinkwasser-Richtlinie. Sie definiert mikrobiologische und chemische Grenzwerte (E. coli, Coliforme, Legionellen, Schwermetalle, Nitrate, Pestizide) und schreibt vor, dass jede neue oder reparierte Trinkwasserleitung vor Inbetriebnahme spülbar, desinfizierbar und durch eine Probenahme im akkreditierten Labor freigegeben sein muss. Bei Verstößen drohen Bußgelder und im Schadensfall persönliche Haftung. Smartbaupro implementiert die TrinkwV als blockierende Hygiene-Kette: ohne dokumentierte Spülung, Desinfektion und freigegebenen Laborbefund kommt kein Wasserhahn unter Druck. Der Wasserprobenahme-Schritt ist Pflicht und nicht aushebelbar.

Wasser-Hygiene-Workflow
DIN EN 805

DIN EN 805 — Wasser-Druckprüfung

Die DIN EN 805 regelt die Druckprüfung von Trinkwasser-Versorgungsleitungen außerhalb von Gebäuden und ist Pflichtbestandteil jeder Übergabe an den Wasserversorger. Kernpunkte: Vorprüfung (Sättigung des Rohrwerkstoffs durch kontrollierten Druckaufbau über mehrere Stunden), Hauptprüfung (Prüfdruck typisch 1,5-faches des Betriebsdrucks, Haltezeit 1 Stunde, maximaler Druckabfall innerhalb der materialabhängigen Toleranz) und abschließende Druck-Soll-Bestätigung. Bei Auffälligkeiten ist die Folgephase gesperrt — keine Spülung, kein Anschluss, keine Inbetriebnahme. Smartbaupro hat die DIN-EN-805-Maske mit Start-Druck, Halte-Druck, Zwischenmesswerten und automatischer Verlust-Berechnung; das Protokoll wird mit Vier-Augen-Prüfer-Freigabe als DVGW-konformes PDF ausgegeben und in die Bauakte aufgenommen.

Druckprüfung-Workflow
DVGW W 400 / W 291

DVGW W 400 / W 291 — Bau, Spülung, Desinfektion

Die DVGW-Arbeitsblätter W 400-1/2/3 regeln Planung, Bau und Betrieb von Trinkwasser-Verteilungsanlagen, die DVGW W 291 die Spülung und Desinfektion von Trinkwasserleitungen vor Inbetriebnahme. Wichtig: vor der Wasserprobenahme nach TrinkwV ist die Leitung mechanisch zu spülen (Spülgeschwindigkeit nach W 291, mindestens 1,5-fache Strömungsgeschwindigkeit, Dauer abhängig von Volumen und Verschmutzungsgrad), bei Bedarf chemisch zu desinfizieren (Chlor- oder Wasserstoffperoxid-Lösung) und anschließend gründlich nachzuspülen, bis die Restkonzentration unter Grenzwert liegt. Smartbaupro pflegt Spül- und Desinfektions-Werte mit Datum, Person, eingesetztem Verfahren und Konzentration und verknüpft sie mit dem späteren Wasserprobe-Befund — die Hygiene-Kette ist lückenlos.

Hygiene-Kette ansehen

Hygiene-Kette — Druckprüfung, Spülung, Desinfektion, Probe

Die Hygiene-Kette im Trinkwasserleitungsbau ist die nicht abkürzbare Pflichten-Reihenfolge vor Inbetriebnahme: 1. Druckprüfung nach DIN EN 805, 2. Spülung nach DVGW W 291, 3. Desinfektion (sofern erforderlich), 4. Nachspülung, 5. Wasserprobe durch akkreditiertes Labor nach TrinkwV. Erst wenn alle fünf Schritte sauber protokolliert sind und der Laborbefund die Grenzwerte einhält, darf die Leitung in Betrieb gehen. Smartbaupro setzt die Kette als blockierende Workflow-Reihenfolge um — Schritt 5 ist erst freigeschaltet, wenn Schritt 1 bis 4 grün sind. Das schützt vor Trinkwasser-Kontaminationen und Regress-Forderungen.

Hygiene-Workflow ansehen

GAS

Gas

3 Begriffe in diesem Cluster

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DVGW G 459 / G 469 / G 489

DVGW G 459 / G 469 / G 489 — Gas-Pflichten

Die DVGW-Arbeitsblätter rund um Gas sind die Pflicht-Regelwerke im Gasleitungsbau in Deutschland: G 459-1/2 regelt Planung, Errichtung, Änderung und Instandhaltung von Gas-Hausanschlüssen samt zugehöriger Anbindung an die Versorgungsleitung; G 469 definiert die Druck-Prüfverfahren für Gas-Leitungsanlagen (Vorprüfung, Hauptprüfung, Sicht- und Belastungsprobe je nach Druckstufe); G 489 regelt die Schweißtechnik in PE-Gasleitungen (Heizelement-Stumpfschweißung und Heizwendel-Muffenschweißung mit gültigem Schweißerausweis und periodischer Re-Zertifizierung). Smartbaupro setzt jede dieser Normen als blockierenden Workflow-Schritt um — die Inbetriebnahme einer Gasleitung ist technisch gesperrt, solange Druckprüfung, Schweißprotokoll und Vier-Augen-Sicherheitsfreigabe nicht vollständig freigegeben sind.

Gas-Pflichten im Detail

Vier-Augen-Sicherheitsfreigabe

Die Vier-Augen-Sicherheitsfreigabe ist im Gasleitungsbau Pflicht: vor der Inbetriebnahme prüft eine zweite, vom Ausführenden unabhängige Person die Druckprüfung, das Schweißprotokoll und alle sicherheitsrelevanten Schritte. Nur durch diese zweite Signatur wird die Leitung freigegeben. Hintergrund: Gas ist explosionsfähig — eine fehlerhafte Schweißnaht oder unbemerkte Leckage führt zu Personen- und Sachschäden. Smartbaupro implementiert die Vier-Augen-Pflicht als technische Sperre: derselbe Benutzer, der die Schweißung ausgeführt hat, kann nicht freigeben. Die zweite Person bekommt eine eigene Pflicht-Aufgabe, signiert per Token-Prüfung und der Audit-Trail protokolliert beide Identitäten.

Sicherheitsfreigabe ansehen

Druckstufe — ND, MD, HD, FL

Die Druckstufe klassifiziert die Gas-Leitung nach Betriebsdruck: ND (Niederdruck, bis 100 mbar) für Hausanschluss-Verteilnetze, MD-1 (Mitteldruck, 100 mbar bis 1 bar) und MD-2 (1 bis 5 bar) für Ortsnetze, HD (Hochdruck, 5 bis 16 bar) für Verteilnetze, FL (Ferngas, über 16 bis 100 bar) für Transport-Pipelines. Pro Druckstufe gelten unterschiedliche Anforderungen an Material, Wandstärke, Schweißverfahren und Prüfdruck nach DVGW G 469. Smartbaupro pflegt die Druckstufe pro Trassenabschnitt und lädt die passende Prüf-Vorlage automatisch — Prüfdruck-Berechnung (typisch 1,5-fach Betriebsdruck) erfolgt ohne Taschenrechner.

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STROM

Strom

2 Begriffe in diesem Cluster

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DIN VDE 0100-600

DIN VDE 0100-600 — Prüfungen Niederspannung

Die DIN VDE 0100-600 regelt die Erstprüfung elektrischer Anlagen vor Inbetriebnahme im Niederspannungsbereich. Geprüft werden Sichtprüfung (Material, Verlegeart, Schutz gegen elektrischen Schlag, Beschriftungen), Erprobung und Messung (Durchgängigkeit der Schutzleiter, Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Auslöseverhalten von RCDs, Drehfeld-Kontrolle). Nur eine Elektrofachkraft im Sinne der DGUV V3 darf die Prüfung durchführen und das Prüfprotokoll unterschreiben. Smartbaupro hat eine Eingabemaske für die DIN-VDE-0100-600-Messwerte mit automatischer Toleranz-Auswertung gegen Soll-Werte und blockiert die Inbetriebnahme, solange das Protokoll nicht freigegeben ist. Die Elektrofachkraft-Identität wird über Stammdaten samt Qualifikations-Nachweis verifiziert.

Strom-Pflichten ansehen

Elektrofachkraft

Die Elektrofachkraft ist nach DIN VDE 1000-10 und DGUV V3 die einzige Person, die elektrische Anlagen prüfen, freigeben und in Betrieb setzen darf. Voraussetzungen: abgeschlossene elektrotechnische Ausbildung (Geselle, Meister, Techniker, Ingenieur), aktive Berufstätigkeit im elektrotechnischen Bereich und regelmäßige Weiterbildung. Im Kabelbau ist die Freigabe ausschließlich der Elektrofachkraft vorbehalten — kein Polier, kein Bauleiter, kein Auftraggeber kann das ersetzen. Smartbaupro pflegt die Elektrofachkraft-Stammdaten mit Qualifikations-Nachweisen, Gültigkeitsdaten und Berechtigungs-Bereich; bei Ablauf wird die Person automatisch aus dem Freigabe-Pool genommen und erhält rechtzeitig einen Reminder zur Re-Zertifizierung. So gibt es keine Spannungsfreigabe ohne aktive Berechtigung.

Strom-Workflow ansehen

FERNWÄRME

Fernwärme

3 Begriffe in diesem Cluster

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AGFW FW 401, 313, 446, 459

AGFW FW 401 / FW 313 / FW 446 / FW 459

Die AGFW-Arbeitsblätter sind das Pflicht-Regelwerk im Fernwärmebau: FW 401 regelt Verlegung und Statik von Erdverlegungen (Aushubtiefen mindestens frostfrei plus Mindestüberdeckung, Schutzabstände zu Fremdleitungen, Auflagerung mit Sandbett); FW 313 definiert die Druck- und Temperaturprüfung mit Vor- und Hauptprüfung, Haltezeit typisch 24 Stunden; FW 446 regelt die Schweißnaht-Prüfung inklusive zerstörungsfreier Prüfung (ZfP) bei sicherheitskritischen Nähten wie T-Stücken und Reduzierungen; FW 459 die Dämmungs-Anforderungen (PUR-Schaum-Lambda-Wert kleiner 0,030 W/(m·K), Mantel-Sicht-Prüfung mit Pflichtfoto). Smartbaupro hat jede dieser Normen als App-Workflow umgesetzt — Druck-Diagramm-Generator, ZfP-Befund-Upload, Dämmungs-Pflichtfoto als Verfüll-Sperre.

AGFW-Workflow im Detail

KMR — Kunststoffmantelrohr

Das KMR (Kunststoffmantelrohr) ist das Standard-Rohrsystem im Fernwärmebau: ein Stahlrohr (Medienrohr) wird mit PUR-Hartschaum gedämmt und von einem PE-HD-Mantelrohr umschlossen — alles werkseitig fest verbunden. Hersteller sind Logstor, Isoplus und Brugg. KMR-Systeme gibt es als Standard-Einzelrohr (Vor- und Rücklauf getrennt) oder als Doppelrohr (z.B. Logstor TwinPipe) mit beiden Medienrohren im gemeinsamen Mantel. Für höhere Drücke ab 25 bar kommen Stahlmantelrohre zum Einsatz, für flexible Hausanschluss-Stiche Verbund-Systeme wie Brugg CalpexPro. Smartbaupro pflegt das KMR-System samt Hersteller, Charge und DN-Bereich pro Trassenabschnitt.

KMR-Systeme ansehen

BEW — Bundesförderung effiziente Wärmenetze

Die BEW (Bundesförderung effiziente Wärmenetze) ist die Förderrichtlinie 2024 für den Neubau und die Sanierung von Wärmenetzen mit hohem Anteil erneuerbarer Wärme — ein zentraler Hebel der deutschen Wärmewende-Strategie. Förderquoten: 30 bis 50 Prozent für Neubau (Anteil erneuerbarer Wärme größer 60 Prozent, kompatibel mit Niedertemperatur-Netzen und Wärmepumpen), 25 bis 40 Prozent für Bestandsnetz-Sanierung. Antragstellung beim BAFA. Smartbaupro hat ein BEW-Modul für Antragsdoku, Prüfkriterien (CO₂-Einsparung, Anteil erneuerbarer Wärme) und Belege-Sammlung als ZIP-Export für das BAFA-Antragsverfahren — der Förderbescheid kommt natürlich vom BAFA, die Doku-Belege liefert Smartbaupro audit-fest mit.

BEW-Antragsdoku ansehen

KANAL

Kanal

3 Begriffe in diesem Cluster

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DIN EN 1610

DIN EN 1610 — Kanal-Dichtheitsprüfung

Die DIN EN 1610 regelt Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen außerhalb von Gebäuden. Kernpunkt ist die Dichtheitsprüfung mit Luft (Verfahren L) oder Wasser (Verfahren W) — je nach Material und Nennweite. Bei Luftprüfung wird der Kanal auf 100 oder 200 mbar Prüfdruck gebracht, der Druckabfall innerhalb der Prüfzeit darf festgelegte Grenzwerte nicht überschreiten. Bei Wasserprüfung wird der Kanal gefüllt, der Wasserstand stabilisiert sich und der Nachfüllbedarf wird gemessen. Smartbaupro hat beide Verfahren als Eingabemaske mit Toleranz-Auswertung — ohne dokumentierten und freigegebenen Dichtheitsbeleg ist die Abnahme gesperrt.

Kanal-Pflichten ansehen
DWA-A 143-2

DWA-A 143-2 — Kamerabefahrung

Das DWA-Arbeitsblatt A 143-2 regelt die bildgebende Inspektion (Kamerabefahrung) von Entwässerungssystemen für Sanierungs- und Abnahme-Zwecke nach Tiefbau-Eingriffen. Die Befahrung erfolgt mit einem schwenk- und neigbaren Kamerakopf auf Schubstange oder Fahrwagen, das Video wird zusammen mit Schadenscodes nach DIN EN 13508-2 protokolliert. Pro Schaden wird die Position (Stationierung in Meter ab Schacht), der Typ (Riss, Verwurzelung, Einsturz, Stutzen, Ablagerung) und die Schadensklasse BK1 bis BK5 erfasst. Smartbaupro pflegt die Befahrungs-Videos und Schadens-Codes als integralen Teil der Bauakte, verlinkt sie mit Schächten und Trassen-Abschnitten und exportiert sie GAEB-konform an den Netzbetreiber.

Kamerabefahrung ansehen

Schadensklasse BK1 bis BK5

Die Schadensklassen BK1 bis BK5 nach DWA-M 149-3 klassifizieren Befunde aus der Kanal-Kamerabefahrung nach Dringlichkeit der Sanierung — eine entscheidende Hilfe für die Sanierungs-Priorisierung in Kommune und Versorger. BK0 ist „ohne Schaden", BK1 „langfristig zu sanieren" (über 5 Jahre Zeit), BK2 „mittelfristig" (1 bis 5 Jahre), BK3 „kurzfristig" (innerhalb 1 Jahr), BK4 „unverzüglich" (sofort, maximal 3 Monate), BK5 „sofortige Gefahr" (Einsturzgefahr, akuter Handlungsbedarf, ggf. Sperrung). Smartbaupro hält die Klassifizierung pro Schaden fest und exportiert Sanierungs-Listen nach Priorität — der Bauleiter sieht auf einen Blick, welche Abschnitte als Erstes angepackt werden müssen.

Kanal-Schadensbewertung

STRASSENBAU

Straßenbau

3 Begriffe in diesem Cluster

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RStO 12

RStO 12 — Schichtenaufbau Straße

Die RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, Ausgabe 2012) ist die Pflicht-Richtlinie für den Oberbau aller Verkehrsflächen in Deutschland — von der Bundesautobahn bis zur Anliegerstraße. Sie definiert Bauklassen (SV, I, II, III, IV, V, VI) und die zugehörigen Mindestdicken für Frostschutzschicht, Tragschicht, Asphalt-Binder- und Deckschicht. Auch der Frostzonen-Index und der geforderte Verformungsmodul Ev2 hängen von der RStO ab. Smartbaupro pflegt die Bauklasse pro Trassenabschnitt, vergleicht die dokumentierten Schichtdicken gegen die RStO-Anforderung und meldet Abweichungen sofort.

RStO-Workflow ansehen

ZTV Asphalt-StB

Die ZTV Asphalt-StB (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Verkehrsflächenbefestigungen aus Asphalt) ist Standard-Vertragsbestandteil im deutschen Straßenbau und ergänzt VOB/C bei Asphalt-Arbeiten. Sie regelt Asphalt-Mischgut-Anforderungen (in Verbindung mit DIN EN 13108), Einbau-Temperaturen je nach Witterung, Verdichtungs-Anforderungen mit Marshall- und Hohlraum-Kennwerten, Schichtdicken-Toleranzen, Ebenheits-Anforderungen und Abnahme-Kriterien. Bei Schichtwiederherstellungen nach Tiefbau-Eingriffen ist die ZTV Asphalt-StB der verbindliche Maßstab — ohne saubere Einbau-Doku gibt es keine Abnahme. Smartbaupro hält Einbau-Temperaturen, Mischgut-Lieferschein, Walz-Protokoll und Verdichtungs-Werte pro Schicht fest und verknüpft sie mit dem Trassenabschnitt.

Asphalt-Doku ansehen

Ev2/Ev1-Verhältnis

Das Ev2/Ev1-Verhältnis aus dem Plattendruckversuch nach DIN 18134 ist ein zentraler Qualitätsindikator für die Verdichtung von Erdbau-Schichten. Ev1 ist der Verformungsmodul beim Erstversuch (gemessen in MN/m²), Ev2 beim Wiederholversuch nach dem Entlasten und erneuten Belasten. Ein niedriges Verhältnis (Ev2/Ev1 unter 2,2 bis 2,5) deutet auf gut verdichteten, formstabilen Boden hin; ein hohes Verhältnis (über 2,5) zeigt nachverdichtbaren Boden, der die geforderte Tragfähigkeit nur knapp erreicht und unter Verkehrslast nachsacken könnte. Smartbaupro berechnet das Verhältnis automatisch aus Ev1 und Ev2, vergleicht gegen die Soll-Werte aus dem Auftrag und protokolliert das Ergebnis im Prüfprotokoll inklusive Vier-Augen-Freigabe.

Verdichtungs-Workflow

ALLGEMEIN

Allgemein & Smartbaupro

7 Begriffe in diesem Cluster

Pflichtfoto-Workflow

Der Pflichtfoto-Workflow ist das Herzstück der Smartbaupro-Doku: pro Bauphase und pro Adresse sind exakt festgelegte Pflichtfotos zu erstellen — keine optionalen Hinweise, keine „mach mal ein paar Fotos". Beispiele: Aushub mit Maßband sichtbar, Sandbett, Leitungslage mit Mikrorohr-Beschriftung, Verdichtung, Verfüllung, Oberflächen-Wiederherstellung. Pro Foto greift die KI-Bildprüfung (Schwelle 80 Prozent) und prüft, ob das Motiv zum geforderten Pflicht-Schritt passt. EXIF-Daten (GPS, Zeitstempel) werden NICHT gestrippt — sie sind essenziell für die Audit-Fähigkeit und den späteren Nachweis im Streitfall. Ohne vollständigen Pflichtfoto-Satz blockt die App den nächsten Workflow-Schritt technisch.

Pflichtfoto-Beispiel ansehen

Freigabe-Engine

Die Freigabe-Engine ist der zentrale Workflow-Wächter in Smartbaupro: sie entscheidet pro Adresse, ob der nächste Bauschritt freigegeben ist. Die Regel im Glasfaserbau: Hausbegehung + Tiefbau + Hausanschluss-Trasse + NVT-Dokumentation + NVT „steht" → Einblasen ist erlaubt (nur bei kundeStatus=ZUGESTIMMT, nicht bei HP+). Nach Einblasen folgt die zweite Sperre vor Spleißen — wieder HP+-Schutz aktiv. Die Engine ist als Code-Modul `freigabeEngine.ts` zentral implementiert und kann nicht aus der UI heraus übergangen werden. Versucht jemand, einen HP+-Anschluss einzublasen, lehnt die API mit klarer Fehlermeldung ab.

Freigabe-Engine im Detail

KI-Bildprüfung

Die KI-Bildprüfung wertet jedes Pflichtfoto automatisch aus, bevor es als „erledigt" gilt. Eingesetzt werden Gemini 2.5 Flash für Foto-Vision und Kategorisierung sowie Anthropic Claude Haiku für Detail-Vergleiche. Pro Foto wird geprüft: Stimmt das Motiv mit dem Pflicht-Schritt überein? Sind GPS und Zeitstempel plausibel? Ist die Aufnahme scharf, ohne Verdeckung? Die Konfidenz-Schwelle liegt bei 80 Prozent — darunter geht das Foto in den Klärordner und der Bauleiter prüft manuell nach. Smartbaupro setzt die KI-Bildprüfung bewusst streng ein: lieber ein Polier nervt sich kurz, als dass ein falsches Foto im Audit hochkommt.

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KI-Terminierung „Anna"

Anna ist die KI-Telefonassistentin für Hausbegehungs-Termine und nutzt TENIOS MakeCall und Call Control. Sie prüft zuerst die Identität, nennt danach einen Terminvorschlag und nimmt bei Bedarf einen Gegenvorschlag auf. Angerufen werden ausschließlich Adressen mit kundeStatus=ZUGESTIMMT; hpPlus=true allein ist weder Freigabe noch Sperrgrund. Hotelanfragen werden vorbereitet und anschließend manuell bearbeitet.

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DSGVO-Audit-Trail

Der DSGVO-Audit-Trail ist die lückenlose Protokollierung aller datenschutzrelevanten Aktionen in Smartbaupro: wer hat wann welchen HP+-Datensatz gelesen, welche Adresse exportiert, welche Status-Änderung vorgenommen, welchen Anruf gestartet? Pro Aktion werden User, Mandant, IP-Adresse, Zeitstempel und der vorherige sowie der neue Wert gespeichert. Die Daten liegen in einer eigenen Audit-Tabelle, sind nicht editierbar und werden gemäß DSGVO Art. 5 (Rechenschaftspflicht) mindestens für die gesetzliche Aufbewahrungsfrist behalten. Im Audit durch die Aufsichtsbehörde reicht ein Klick — die App exportiert den vollständigen Verlauf als PDF für die Vorlage beim Datenschutzbeauftragten.

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Mandantentrennung

Die Mandantentrennung ist das technische Fundament der Multi-Mandanten-Architektur in Smartbaupro: jedes Stadtwerk, jeder Generalunternehmer und jeder Netzbetreiber arbeitet in einem eigenen Mandanten-Kontext mit eigener Datenhoheit. Auf DB-Ebene erzwingt eine mandantId-Spalte in jeder Tabelle die Isolation; auf API-Ebene prüfen Middleware-Layer pro Request, ob der eingeloggte User Zugriff auf den angefragten Mandanten hat. Im Enterprise-Plan ist auf Wunsch auch eine physische Trennung mit eigener Datenbank pro Mandant oder eine On-Premise-Installation möglich. So sehen weder Subunternehmer fremde Aufträge noch Netzbetreiber konkurrierende Stadtwerke-Daten — eine harte Anforderung im B2B-SaaS für den Versorgungs-Tiefbau.

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VOB/C — Vergabe- und Vertragsordnung Teil C

Die VOB/C ist Teil C der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen — die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen (ATV) für nahezu jedes Gewerk im deutschen Bauwesen und bei öffentlichen Aufträgen verbindlich. Wichtige VOB/C-Normen für den Versorgungs-Tiefbau: DIN 18299 (allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art), DIN 18300 (Erdarbeiten), DIN 18305 (Wasserhaltungsarbeiten), DIN 18308 (Drän- und Versickerarbeiten), DIN 18313 (Schlitzwandarbeiten). Die VOB/C regelt Begriffe, Aufmaß-Verfahren, Nebenleistungen, besondere Leistungen, Abrechnung und Abnahme inklusive Mängelliste mit Beseitigungs-Fristen. Smartbaupro folgt durchgehend VOB/C-Vorgaben — Aufmaß-Export als GAEB X86, Abnahme mit digitaler Mängelliste, sauberer Schichtenbau-Nachweis.

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Mehr als ein Glossar

Smartbaupro macht aus Fachbegriffen einen prüffesten Workflow.

Wir zeigen in 30 Minuten an Ihrer nächsten Baustelle, wie HP+, Plattendruckversuch, DIN EN 805 und AGFW FW 401 zu echten App-Sperren werden — keine optionalen Hinweise, keine handschriftlichen Protokolle. Anschließend startet Ihr 30-Tage-Pilot ohne Mindestlaufzeit.