KANALBAU-SOFTWARE
Steuern Sie Ihren Kanalbau — von der Bettung bis zur Schadensklassifikation.
Die Bauleiter-App für Kanal- und Abwasserbau. Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610, Einbauprüfung nach DWA-A 139 und Kamerabefahrung mit Schadensklassen BK1 bis BK5 nach DWA-A 143-2 als blockierende Pflichtfreigabe. Kein Verfüllen ohne Bettungs-Foto, keine Abnahme ohne Kamera-Befund. Für Kommunen, Stadtentwässerungen und Tiefbauunternehmen in Deutschland.
Kamerabefahrung als Pflicht-Freigabe — Abnahme erst bei BK-Bewertung
Kamerabefahrung · DWA-A 143-2
Hauptsammler DN 800 — Bauabschnitt 3
Was leistet Kanalbau-Software — und warum entscheidet sie über Förderfähigkeit?
Kanalbau-Software ist eine spezialisierte Plattform für Kommunen, Stadtentwässerungen und Tiefbauunternehmen, die Schmutz-, Misch- oder Regenwasserkanäle bauen oder sanieren. Sie steuert Bettung, Verlegung, Dichtheitsprüfung, Schachtbau und Kamerabefahrung als blockierende Workflow-Schritte mit DIN-EN-1610- und DWA-konformer Dokumentation. Statt Excel-Listen und Karton-Mappen erhalten Sie eine durchgehende Bauakte je Trassenabschnitt.
Schmerzpunkte aus der Praxis: Fehlendes Bettungs-Foto vor Verfüllung mit teurer Wieder-Aufgrabung, manuell ausgefüllte Dichtheitsprüfungs-Protokolle ohne Druckdiagramm, Kamerabefahrung als loses PDF in einem Ordner statt verknüpft mit dem Trassenabschnitt, Schadensklassen-Beurteilung „nach Bauchgefühl" statt nach DWA-A 143-2, Förder-Audit (KfW oder Land) scheitert an unvollständiger Bauakte, im Schadensfall — beispielsweise Setzungsschaden fünf Jahre später — keine Rückverfolgung welche Charge oder welcher Schweißer betroffen war. Hochzähler-Schächte mit fehlenden Pflichtfotos für die Stadtentwässerung. Hinzu kommen Verzögerungen weil die Kamera-DVD beim Subunternehmer liegt und nicht beim Auftraggeber.
Branchen-Kontext: Deutschland betreibt rund 575.000 km öffentliches Kanalnetz, davon sind etwa 20 Prozent als sanierungsbedürftig eingestuft (DWA-Zustandsbericht). Die jährlichen Investitionen liegen bei rund 4 bis 5 Mrd. Euro. Träger sind Kommunen, Zweckverbände und Stadtentwässerungen. Die relevanten Förderprogramme reichen vom KfW-Programm 208 („Kommunale Abwasserentsorgung") über Länderprogramme wie RZWas Bayern und KommKlimaFond NRW bis zu klimaangepassten Sonderbudgets. Pro Bauloseinheit sind drei bis acht Subunternehmer üblich. Sanierung erfolgt heute in offener Bauweise oder grabenlos — Inliner- Schlauch, Berstlining oder Roboter-Reparatur. Anforderungen aus der Klimaanpassung — Mischwasserentlastung, Starkregen-Vorsorge — kommen hinzu.
Standards-Bezüge: DIN EN 1610 (Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen), DWA-A 139 (Einbau und Prüfung von Abwasserkanälen und -leitungen), DWA-A 143-2 (Sanierung — Optische Inspektion und Schadensklassifikation), DWA-M 149-2 (Zustandserfassung — Kodiersystem), DIN EN 752 (Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden), DIN 4124 (Baugruben und Gräben). Diese Normen sind Pflicht — entweder weil die Stadtentwässerung sie ausschreibt, oder weil das Förderprogramm sie als Bedingung formuliert. smartbaupro setzt sie als App-Workflow um.
Acht Schritte für prüffesten Kanalbau
Jeder Schritt ist im System mit Pflichtfeldern, Pflichtfotos und harten Freigabe-Sperren hinterlegt. Sie überspringen keinen Schritt, weil das System ihn nicht überspringen lässt.
- 1
Auftrag und Trasse
Kanalart erfassen — Schmutzwasser, Regenwasser oder Mischwasser. Rohrmaterial je Vorgabe der Stadtentwässerung: Steinzeug NF, PVC-U SN8, PP SN10 oder SN16, PE-HD SN8, GFK oder Stahlbeton. Nennweite DN 150 bis DN 800 ist Standard, größer bei Hauptsammlern. Mindest-Gefälle 1/DN bei Schmutzwasser, in der Regel über 0,5 Prozent. Trassenverlauf mit Schachtpositionen, Genehmigungen, Verkehrsraumlenkung und Baustellen-Sicherung sind Pflicht-Auftragsfelder.
- 2
Aushub und Sohle
Grabenbreite nach DIN 4124: mindestens DN plus zweimal 0,40 m je Seite. Verbau verpflichtend ab 1,25 m Aushubtiefe. Sohlenkontrolle laser- oder GPS-geprüft. Pflichtfoto Aushub mit Maßband. Bei Grundwasserzutritt wird die Wasserhaltung dokumentiert — Pumpleistung, Ableitestelle und Auswirkung auf benachbarte Grundstücke. Die App erzwingt das Verbau-System-Foto, sobald die Eingabe „Aushubtiefe > 1,25 m" gesetzt wird.
- 3
Bettung
Bettungsmaterial nach DIN EN 1610 und DWA-A 139: nichtbindiger Boden, Korngröße 0/16 oder 0/32, kantengerundet. Mindest-Bettung 10 cm unter Rohrscheitel. Pflichtfoto Bettung mit Maßstab vor jeder Verlegung. Bei kohäsivem Untergrund wird ein Geotextil als Trennlage gefordert. Bettung ist in smartbaupro ein blockierender Foto-Schritt — ohne Foto kein Weiterklicken zur Verlegung. KI prüft Korngröße, Maßband und Feuchte.
- 4
Verlegung
Rohrverlegung gegen das Gefälle — von tieferer zur höheren Seite. Charge des Rohrs aus dem Lieferschein als Pflichtfeld. Dichtungen (Lippendichtung, Doppellippendichtung) werden je Schussverlegung kontrolliert. Pflichtfoto alle 2,5 bis 5 m. Anschlussstutzen — häuslich oder seitlich — sind eigene Datensätze mit Pflichtfoto. Bei Inliner-Sanierung werden Inliner-Charge, Aushärte-Protokoll und Wandstärken-Messung gefordert.
- 5
Schachtbau und Anschlüsse
Schächte nach DIN 4034: Standardschacht DN 1000 oder DN 1200, Steig- und Hochzähler-Schacht, Übergabe-Schacht, Pumpwerk-Schacht. Schachtunterteil mit Gerinne, Schachtringe, Konus, Abdeckung der Klasse B 125, D 400 oder F 900 je nach Verkehrslast. Pflichtfotos: Schacht-Aushub, Fundament, Schachtringe, Konus, Abdeckung und Gerinne. Hochzähler-Schächte erhalten eine erweiterte Foto-Pflicht für die Stadtentwässerungs-Abnahme.
- 6
Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610
Wahl zwischen Luftprüfung (Verfahren L, Untervarianten LA bei 50 mbar bis LD bei 200 mbar) oder Wasserprüfung (Verfahren W, Wassersäule 50 cm über Scheitelhöhe, Haltezeit 30 min). Eingabemaske mit Druck- bzw. Wasserspiegel-Werten, automatische Auswertung gegen DIN-EN-1610-Toleranzen. Pflichtfoto Manometer oder Wasserspiegel. Vier-Augen-Prüfer-Freigabe und PDF-Protokoll mit Druckverlauf-Diagramm und EN-1610-Header.
- 7
Verfüllung und Oberfläche
Erst nach bestandener Dichtheitsprüfung und Bettungs-Foto: lagenweise Verfüllung nach DWA-A 139, typisch 30 cm Lagendicke. Verdichtung mit Plattendruckversuch oder Proctor-Nachweis. Material nach Bodengruppe — Z-Material oder RC-Material erlaubt mit Nachweis. Warnband für Druckleitungen (braun bei Schmutzwasser, grau-blau bei Regenwasser). Oberflächen-Wiederherstellung nach RStO-12-Schichtenaufbau, mit Verknüpfung in das Straßenbau-Modul.
- 8
Kamerabefahrung und Abnahme nach DWA-A 143-2
Pflicht-Kamerabefahrung vor Abnahme. TV-Inspektion mit Schwenk-/Drehkopf-Kamera, Aufzeichnung als MP4 oder AVI plus Befundbericht mit Schadensklassen BK1 bis BK5. smartbaupro verknüpft die Kamerabefahrung mit dem Trassenabschnitt, sperrt die Abnahme bis vollständige BK-Bewertung vorliegt und exportiert ein DWA-konformes PDF. Bei BK1 oder BK2 wird automatisch ein Mangel-Workflow mit Frist und Re-Inspektion ausgelöst.
DWA-Regelwerk und DIN EN 1610 als Compliance-Rückgrat
Die App verlangt nicht ein „Ich-glaube"-Häkchen — sie prüft die normentechnischen Anforderungen aktiv ab und blockiert die Abnahme, wenn ein Nachweis fehlt.
DIN EN 1610 — Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen
Europäische Norm für die Verlegung erdverlegter Abwasserkanäle. Definiert Anforderungen an Bettung (nichtbindiges Material), Verlegung (gegen Gefälle, korrekte Dichtungen), Verfüllung (lagenweise) und Dichtheitsprüfung (Luft- oder Wasserprüfung mit definierten Prüfdrücken und Haltezeiten). smartbaupro setzt die EN-1610-Anforderungen als App-Workflow um — Bettungs-Pflichtfoto, Dichtheitsprüfung als blockierender Schritt mit Toleranz-Auswertung und PDF-Protokoll mit EN-1610-Header.
DWA-A 139 — Einbau und Prüfung von Abwasserkanälen
Das deutsche DWA-Regelwerk ergänzt DIN EN 1610 mit detaillierten Anforderungen für deutsche Bauverhältnisse. Festgelegt sind Bettungs-Material (nichtbindig, Kornverteilung), Verfüll-Lagen (maximal 30 cm), Verdichtungs-Nachweis (Plattendruckversuch Ev1/Ev2) und Schacht-Einbau. smartbaupro führt die DWA-A-139-Anforderungen als Auftragsschablone mit Pflichtfotos je Bauphase und einer Verknüpfung in das Tiefbau-Modul für den Verdichtungsnachweis.
DWA-A 143-2 — Optische Inspektion und Schadensklassifikation
Definiert die TV-Inspektion (Kamerabefahrung) und das Schadensklassifizierungs-System BK1 bis BK5: BK1 sofortiger Handlungsbedarf, BK2 kurzfristig (1-2 Jahre), BK3 mittelfristig (3-5 Jahre), BK4 langfristig (5-15 Jahre), BK5 kein Handlungsbedarf. smartbaupro hat einen Schadensklassen-Picker je Abschnitt der Kamerabefahrung, sperrt die Abnahme bis BK-Bewertung vorliegt und löst bei BK1 oder BK2 automatisch einen Mangel-Workflow mit Frist und Verantwortlichkeit aus.
DWA-M 149-2 — Kodiersystem für die Zustandserfassung
Standardisiertes Kodiersystem für Schäden — zum Beispiel BAA für Abflusshindernis, BAB für Ablagerung, BAC für Verstopfung, BAF für Korrosion. smartbaupro nutzt das DWA-M-149-2-Kodiersystem als Dropdown im Kamerabefund. Stadtentwässerungen erhalten ein standardisiertes Befundformat — keine eigenwilligen Privat-Codes mehr.
DIN EN 752 — Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden
Übergeordnete Norm für Entwässerungssysteme: Bemessung, Planung, Bau und Betrieb. Sie definiert hydraulische Anforderungen, Mischwasserentlastung und Starkregen-Vorsorge. smartbaupro verknüpft die Bemessungsdaten (Anschlussfläche, Spitzenabfluss) mit dem Auftrag — wichtig für Klimaanpassungs-Förderanträge wie KommKlimaFond NRW.
DIN 4124 — Baugruben und Gräben
Festgelegt sind Grabenwände, Verbau, Sicherheitsabstände und maximal zulässige Böschungswinkel je Bodenklasse. smartbaupro hat einen Verbau-Pflicht-Trigger ab 1,25 m Aushubtiefe (Pflichtfoto Verbau-System) und eine Böschungswinkel-Eingabe mit automatischer Plausibilitätsprüfung gegen die Bodenklasse. Damit verhindert die App Arbeitsunfälle durch unsicheren Aushub.
Drei Bausteine für prüffesten Kanalbau
Diese Funktionen sind keine Schönheits-Features, sondern blockierende Workflows, die Schäden im Vorfeld verhindern.
Bettungs-Pflichtfoto als blockierender Verfüllungs-Schritt
Ohne Bettungs-Foto kein Verfüllen — Punkt. smartbaupro sperrt den Status „Verfüllt" technisch, solange kein Bettungs-Pflichtfoto je Trassenabschnitt vorhanden ist. KI prüft das Foto auf Plausibilität: Korngröße erkennbar, Maßband sichtbar, kein erdfeuchtes Bettungsmaterial. Bei Beanstandung wird der Foto-Schritt zurückgespiegelt. Hintergrund: Eine vergessene oder fehlerhafte Bettung führt zu Setzungs- und Rohrbruchschäden, die erst Jahre später sichtbar werden — die Wieder-Aufgrabung kostet typisch 5.000 bis 15.000 Euro je Schadensstelle. Die App-Sperre verhindert das Problem an der Wurzel.
- Pflichtfoto Bettung je Trassenabschnitt
- KI-Plausibilitätsprüfung (Korn, Maßband, Feuchte)
- Verfüllen technisch gesperrt bis Foto da
- Charge des Bettungs-Materials aus Lieferschein verknüpft
Kamerabefahrung mit Schadensklassen-Picker und Abnahme-Sperre
Die Kamerabefahrung ist nicht „nice to have", sondern Pflicht-Freigabe vor Abnahme nach DWA-A 143-2. smartbaupro lädt die Kamera-Aufzeichnung — MP4 oder AVI bis 5 GB pro Befahrung — hoch, verknüpft sie mit dem Trassenabschnitt und zwingt den Inspekteur, je Schadensbefund eine Schadensklasse BK1 bis BK5 mit DWA-M-149-2-Code zu vergeben. Solange die BK-Bewertung pro Abschnitt fehlt, ist die Abnahme in der App ausgegraut. Bei BK1 (sofortiger Handlungsbedarf) oder BK2 (1-2 Jahre) wird automatisch ein Mangel-Workflow ausgelöst mit Frist und Verantwortlichkeitszuweisung. Der PDF-Befundbericht im DWA-Format enthält Datum, Kamera-Prüfer-Zertifikat und Auftraggeber.
- Kamera-Aufzeichnung Upload bis 5 GB
- Schadensklassen-Picker BK1-BK5 mit DWA-M-149-2-Code
- Abnahme gesperrt bis BK-Bewertung vollständig
- Automatischer Mangel-Workflow bei BK1/BK2
Dichtheitsprüfung mit automatischer DIN-EN-1610-Auswertung
Luft- oder Wasserprüfung sind in DIN EN 1610 detailliert beschrieben — die Toleranzen und Haltezeiten unterscheiden sich nach Nennweite, Prüfverfahren und Material. Manuelle Bewertung ist fehlerträchtig. smartbaupro hat eine Eingabemaske, die Nennweite und Verfahren als Eingangsparameter nimmt und die zulässige Druckabfall- bzw. Wasserspiegel-Toleranz automatisch aus der DIN-EN-1610-Tabelle lädt. Foto Manometer (Luftprüfung) oder Wasserspiegel (Wasserprüfung) Pflicht. Prüfer-Freigabe Vier-Augen. PDF-Protokoll mit Druckverlauf-Diagramm und EN-1610-Header — direkt versandfähig an die Stadtentwässerung.
- Verfahren L (Luft) oder W (Wasser) wählbar
- Automatische Toleranz aus DIN-EN-1610-Tabelle
- Foto Manometer/Wasserspiegel Pflicht
- PDF-Protokoll mit Druckverlauf-Diagramm
Sehen Sie sich die Kanalbau-Demo live an.
Mit einem Demo-Login gehen Sie selbst durch Bettungs-Pflichtfoto, Dichtheitsprüfung und Kamerabefahrung mit Schadensklassen-Picker.
Kanal-Mappe in Papier vs. smartbaupro
Was sich ändert, wenn die Bauakte nicht mehr im Karton liegt, sondern in einem System mit echten Sperren.
| Aufgabe | Kanal-Mappe in Papier | mit smartbaupro |
|---|---|---|
| Bettungs-Pflichtfoto | „Hatten wir gemacht" — Vertrauenssache | Hardlock Verfüllen bis Foto da, KI-Plausibilität |
| Dichtheitsprüfung-Auswertung | Tabelle ablesen, Stempel | Auto-Toleranz aus DIN EN 1610 + PDF-Diagramm |
| Kamerabefahrung-Verknüpfung | Lose DVD/USB in der Mappe | Upload + Trassenabschnitt + Schadensklassen-Picker |
| Schadensklasse BK1-BK5 | Subjektiv „nach Bauchgefühl" | DWA-A-143-2-Picker + DWA-M-149-2-Code |
| Mangel-Workflow bei BK1/BK2 | „Wir müssen das mal angehen" | Automatisch ausgelöst mit Frist und Verantwortlichkeit |
| Förder-Audit (KfW/Land) | Aktenmarathon | One-Click-PDF-Export der Bauakte |
Förder-Audit-Realität: Ein Förder-Audit der KfW oder eines Landes-Programms kann bei einer fehlenden Dichtheitsprüfung oder unvollständigen Kamerabefahrung zur Rückforderung der Förderung führen — bei einem Auftragsvolumen von 800.000 Euro sind das 240.000 bis 400.000 Euro Risiko. smartbaupro stellt sicher, dass die Bauakte beim Audit lückenlos prüffest vorliegt. One-Click statt Aktenmarathon.
Kanalbau-Pilot in Vorbereitung
Für das Gewerk Kanalbau läuft aktuell kein produktiver Pilot. Die Plattform ist funktional einsatzbereit — Bettung-/Verfüll-Hardlock, Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610, Kamerabefahrung mit DWA-A-143-2-Schadensklassen und Förder-Audit-Export sind implementiert und getestet. Wir suchen aktuell eine Stadtentwässerung oder ein Tiefbau-Unternehmen für den ersten produktiven Kanalbau-Pilot.
Pilot-Angebot
Sechs Wochen Pilot, ohne Mindestlaufzeit
Was wir konkret bieten
Gemeinsame Einrichtung mit Ihren Kanal-Materialien (Steinzeug, PVC-U, PP, GFK), Anbindung Ihrer Prüfer-Rollen, tägliche Begleitung während der ersten Baustelle. Optional Anonymisierung über NDA und gemeinsame Erfolgsmessung nach Pilot-Abschluss.
Referenzpunkt
Aus dem aktiven FTTH-Tiefbau-Pilot (Sachsen, seit April 2026): Pflichtfoto-Quote von rund 65 Prozent auf 100 Prozent gestiegen, Aufmaß-Konflikte deutlich reduziert. Belastbare Kanal-spezifische Zahlen folgen aus dem ersten Pilot.
Was die App heute schon kann (verifiziert)
- Bettungs-Hardlock: Verfüllen technisch gesperrt bis Pflichtfoto vorliegt
- Dichtheitsprüfung: Luft- oder Wasserprüfung nach DIN EN 1610 mit Auto-Toleranz
- Kamerabefahrung: MP4-/AVI-Upload, BK1 bis BK5 nach DWA-A 143-2 je Trassenabschnitt
- Förder-Audit-Export: DWA-konformes PDF und GAEB-Aufmaß auf Knopfdruck
Fachwissen-Vertiefung — Materialien, Klassen und Prüfverfahren
Damit Sie wissen, was smartbaupro im Hintergrund tatsächlich abbildet — und damit diese Seite auch im Featured-Snippet auftaucht.
Rohrmaterialien (typisch)
| Material | Verwendung | DN-Bereich | Ringsteifigkeit (typ.) |
|---|---|---|---|
| Steinzeug NF | Schmutzwasser, lange Lebensdauer | DN 100-600 | SN ≥ 96 (klassisch) |
| PVC-U | Schmutz-/Regenwasser Standard | DN 100-500 | SN 4 / SN 8 |
| PP (Polypropylen) | Hochbelastet, Industrie, tief | DN 100-800 | SN 8 / SN 10 / SN 16 |
| PE-HD | Druckleitung, Sonderfälle | DN 100-1000 | SN 4 / SN 8 |
| GFK (Glasfaser) | Großdimension, Hauptsammler | DN 400-3000 | SN 5.000-10.000 |
| Stahlbeton | Hauptsammler, Sonderlast | DN 300-3000 | nach Lastklasse |
Schadensklassen DWA-A 143-2 (Übersicht)
| Klasse | Handlungsbedarf | Frist (typisch) | Beispiele |
|---|---|---|---|
| BK1 | Sofortig | unter 6 Monate | Einbruch, großflächiger Einsturz, fließbehindernde Hindernisse |
| BK2 | Kurzfristig | 1-2 Jahre | Riss längs > 5 mm, starke Korrosion, Muffenversatz erheblich |
| BK3 | Mittelfristig | 3-5 Jahre | Riss längs 2-5 mm, mittlere Korrosion, Wurzeleinwuchs lokal |
| BK4 | Langfristig | 5-15 Jahre | Riss längs < 2 mm, leichte Korrosion, geringer Ablagerung |
| BK5 | Keine Maßnahme | — | Kein erkennbarer Schaden, Rohr im Sollzustand |
Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 (Übersicht)
| Verfahren | Prüfmedium | Prüfdruck | Haltezeit (typ. DN 200) | Zulässige Druckabnahme |
|---|---|---|---|---|
| LA | Luft | 50 mbar | 5 min | < 10 mbar |
| LB | Luft | 100 mbar | 4 min | < 15 mbar |
| LC | Luft | 200 mbar | 3 min | < 25 mbar |
| LD | Luft | 200 mbar | 1,5 min | < 25 mbar |
| W | Wasser | 50 cm WS über Scheitel | 30 min | Nachfüllmenge < V · 0,15 l/m² |
Förderprogramme Kanal (Übersicht)
KfW Programm 208 — Kommunale Abwasserentsorgung
Zinsgünstige Darlehen bis 50 Mio. Euro, Tilgungszuschuss bis 30 Prozent. Nachweise: Dichtheitsprüfung, Kamerabefahrung, Schicht-Aufbau.
RZWas Bayern — Wasserwirtschaftliche Vorhaben
Bis 75 Prozent Zuschuss bei finanzschwachen Gemeinden. Bauakte muss DWA-konform vorliegen.
KommKlimaFond NRW
Bis 60 Prozent Zuschuss für klimaangepasste Entwässerungsinfrastruktur — Mischwasserentlastung, Starkregen-Vorsorge.
Sonderprogramme Länder (BW, NDS, RLP)
Typisch 30-50 Prozent Zuschuss bei Sanierung von Kanälen mit BK1- oder BK2-Befund. smartbaupro sammelt die Belege automatisch.
FAQ
Häufige Fragen zur Kanalbau-Software
Die acht meistgestellten Fragen aus Stadtentwässerungs- und Tiefbau-Demos — konkret beantwortet, ohne Marketing-Sprech.
Kanal-Bauakte digital und prüffest — wir zeigen es in 30 Minuten.
Wir öffnen einen Demo-Mandanten mit einem Beispiel-Mischwasserkanal- Auftrag und gehen mit Ihnen live durch Bettungs-Pflichtfoto, automatische Dichtheitsprüfungs-Auswertung und Kamerabefahrung mit Schadensklassen- Picker. Anschließend erhalten Sie einen Demo-Login für Ihren eigenen Pilot-Auftrag — auch für Ihr GIS-Datenformat.